Nachhaltige Wasserversorgung und -entsorgung

  

Wasser ist von zentraler Bedeutung für das Leben auf der Erde. Probleme mit Wasserver-schmutzung, -knappheit, -überschuss und hohen Fluktuationen im Wasserdargebot, die in vielen Ländern zuneh­men, wirken sich auf die menschliche Gesundheit, die Verfügbarkeit von Lebensmitteln und die wirt­schaftliche und soziale Entwicklung aus.

 

Wasser bedeckt zu circa 71 % die Erdoberfläche. Einen Engpass bei dem für den Menschen so wichtigen Rohstoff dürfte es damit eigentlich in Zukunft nicht geben. Doch neben der Tatsache, dass tatsächlich nur 0,3 % des weltweit verfügbaren Angebots an Wasser für den Menschen nutzbar sind, kommt hinzu:

 

- Nur rund 83 % der Weltbevölkerung haben Zugang zu sauberem Wasser bzw. 58 % zu  sanitären Einrichtungen. Vor allem in den Entwicklungsländern scheint der größte Nachholbedarf zu liegen.

 

- Im Jahr 2025 werden die Landwirtschaft (Anteil von 70 bis 75 % des globalen Wasserverbrauchs), die Industrie (20 %) und die privaten Haushalte (5 bis10 %) zusammen bis zu 40 % mehr Wasser beanspruchen als es heute der Fall ist – zur Sicherung des Lebensstandards.

 

- Die weltweite Wasserverfügbarkeit ist seit 1950 gesunken bzw. wird bis 2030 weiter sinken. Beispiel: Bis 2030 ist die Wasserverfügbarkeit pro Kopf in den Industriestaaten um bis zu 40 % geringer als 1959. Ein hoher Investitionsbedarf zur Erschließung neuer Quellen ist nötig.

 

 

 

Vor allem zur Verbesserung der Versorgungsinfrastruktur sind Investitionen nötig. In London

beispielsweise versickern jährlich bis zu 50 % des geförderten Wassers, weil die Wasserleitungen

zum Teil noch aus dem 19. Jahrhundert stammen. Die OECD geht für die nächsten 20 Jahre von einem jährlichen Volumen für Infrastrukturinvestitionen von über 600 Milliarden US-Dollar aus, um die Wasserversorgung sicherzustellen. Doch nicht nur die Wasserversorgung ist wichtig, auch die Abwasserentsorgung. Die Schwellenländer haben dabei den größten Nachholbedarf. Bis 2025 werden in China über 200 Milliarden US-Dollar an Ausgaben erwartet, in Indien circa 100 Milliarden US-Dollar und in den USA über 150 Milliarden US-Dollar.

 

 

 

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